Audio-Schnitt für 2 Euro

<Konfetti>Heute ist Welt-Radio-Tag.</Konfetti> Das ist nicht irgendein Tag, sondern ein Tag, der auf Initiative der Unesco 2012 zum ersten Mal abgehalten wurde.

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“Hindenburg Journalist” ist eine Audio-Workstation für Hörfunkjournalisten. Foto: Hindenburg Systems

Zur Feier des Tages verkauft die dänische Softwarefirma Hindenburg-Systems ihre Schnittsoftware “Hindenburg Journalist” für 2 Euro, nur heute. Der Mehrspureditor ist speziell auf die Produktion von Hörfunkbeiträgen und Podcasts zugeschnitten. Er passt zur App Hindenburg-Field-Recorder, die Aufnahmen mit dem Smartphone für Radio-Beiträge möglich macht (so lassen sich dort zum Beispiel Marker setzen).

Hindenburg Systems will die Einnahmen des heutigen Tages wiederum komplett für weltweite caritative Zwecke spenden, vor allem, wenn sie die Bildung fördern.

Für 2 Euro lohnt der Blick. Wer sich auf der Internetseite für den Kauf entscheidet, bezahlt per Paypal und bekommt wenig später einen Downloadlink und einen Lizenzschlüssel zugemailt.

Mit Noppen durch den Schnee

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Steht auch drauf: Winterreifen fürs Fahrrad.

Es hat geschneit. Die ganze Nacht. Nicht wenig, und das bei Temperaturen um null Grad. Gute Gründe also, heute morgen nicht aufs Fahrrad zu steigen. Eisigfeuchter Pappschnee, von den ersten Autoreifen zu glitschigen Buckelpisten verpresst, da legen manche sich schon beim Gedanken daran lang hin, brechen sich im Ernstfall liebgewonnene Extremitäten und jammern rum. Das wäre mir sicherlich auch passiert – aber ich habe jetzt Noppen. Genauer genommen Reifen mit Noppen. Winterreifen fürs Rad, mit jeweils gut 120 kleinen Metall-Spikes.

 

Allein auf der Fahrt hin zur Arbeit haben mir die kleinen Dinger bestimmt zehn Mal den Hintern gerettet. Jedes Mal, wenn das schneematschenasse Reifengummi ausbrechen wollte, griffen die Metallspitzen ein. Tatsächlich reichen die kleinen Stahlnupsies aus, das Fahrrad in der Waagerechten zu halten. Der Grip, den die Spikes bieten, ist erstaunlich. Zwar sind die Metallnägel auch keine Garantie fürs Überleben, wenn man hasenartig Haken schlagend über vereiste Winterwege brettern wollte, aber sie halten einen aufrecht und in der Spur. Man muss aber erst mal Vertrauen schöpfen, dass die Spikes tatsächlich mehr Sicherheit bieten.

Laut Hersteller ist es übrigens nicht nötig, die Reifen zu demontieren, sobald Tauwetter die letzte Schneeflocke hinweggerafft hat. Die Winterreifen mit Spikes sollen mehrere tausend Kilometer auch auf normalem Untergrund aushalten. Einzig das säuselnde Fahrgeräusch deutet dann noch darauf hin, dass diese Räder Noppen haben.

Differenzierter Flexpreis

Da dachte ich: frag ich doch mal nach. Seit der letzten Preisrunde bei der Bahn kostet die Fahrt mit dem Intercity zwischen Rostock und Schwerin 10,75 Euro, egal wann (mit Bahncard 50 in der Zweiten Klasse). Dachte ich. Heute sollte die Reise in den Feierabend dann allerdings 11 Euro kosten. Darauf ich:

Und die Bahn voll so krass am Antworten:

“Differenzierter Flexpreis” – das hatte ich tatsächlich verpasst. Seit Dezember ist er Teil des Tarifkonzepts. Flexpreis, Flexpreis, das hieß bislang ja nicht, dass der Preis flexibel schwankte, sondern dass man den Fahrschein flexibel nicht nur in einem Zug auf der Strecke, sondern für jeden beliebigen nutzen konnte. Nunmehr ist also nicht nur die Zugwahl flexibel, sondern auch der Preis, je nach Tag.

Nun gut, 25 Cent pro Fahrt freitags, das ist wohl zu verschmerzen. Für längerfristig zu planende Reisen ist nun wohl ein Sparpreis empfehlenswert – trotz dessen Zugbindung. Das Projekt differenzierter Flexpreis ist zunächst auf ein Jahr begrenzt.

Differenziert, differenziert, das kannte ich bisher nur von einigen Abfahrtzeiten. Diese wird es dann sicherlich auch auf jeden Fall noch in ein paar Jahren geben.

Präsidenten-Statistik

In den USA ist heute ja ein wichtiger Tag. Neue Amtsinhaber genießen ja in der Regel eine Art Schonfrist von 100 Tagen, in der sie Zeit haben, sich an die neue Aufgabe zu gewöhnen, einzuarbeiten, allen mal Hallo zu sagen und so weiter. Aber sie mäandern ja auch nicht einfach nur so rum, sondern arbeiten. Der designiserte neue Herr im Weißen Haus hat ja auch schon einen gewissen Tatendrang zum Ausdruck gebracht (bitte beachten Sie mein Bemühen, dies alles wertfrei zu formulieren).

Infografik: Knackt Trump den Roosevelt-Rekord? | Statista

Statista hat grafisch aufbereitet und eingedeutscht, wie viele Gesetze frisch ernannte US-Präsidenten in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit erlassen haben. Mit Gesetzen sind in diesem Fall Regeln, Verordnungen und Erlasse gemeint, die in den direkten Zuständigkeitsbereich des US-Präsidenten fallen. Franklin D. Roosevelt führt die Liste mit weitem Vorsprung an. Aber, so mag man einwenden, es kommt ja nicht nur auf die Quantität, sondern vor allem auf die Qualität der Entscheidungen an.

Grundlage für diese Grafik ist wiederum unter anderem eine umfangreiche Analyse auf FiveThirtyEight.

Einfach nur böse

Kurzzeitig gestern Abend in den Twitter-Trends: Der Hashtag #bösekinderfiguren – im Ergebnis eine lustige Wortspiel-Challenge. Hier eine kleine Auswahl gelungener Namensänderungen.