Ganz heißer Tipp

Ist das eine ganz perfide Form von Satire? Oder ein ernsthafter Hinweis? Ich lese also eben gerade online ein Rezept für “Soleier wie von Oma”. Und die Verfasserin weist ernsthaft darauf hin, dass man die Eier in kochendes Wasser am besten mit einem Löffel legt, weil man sonst riskiere, sich am kochend heißen Wasserdampf die Finger zu verbrennen. Schau an! Soll das also bedeuten, dass auch der Genuss eines Frühstückseis in Zukunft nicht mehr mit Notarzteinsätzen, Hauttransplantationen und Amputationen verbunden ist – und dass für mich nun nach jahrzehntelang durchlittener Eierkochqualen endlich eine Zeit sorgenfreien Genusses anbricht?
Tatsächlich, Leute! Ich habs ausprobiert, ich habe soeben ein Ei mit einem Löffel in kochendes Wasser gelegt. Was soll ich sagen? Meinen Fingern gehts gut. Ich kann sogar direkt nach diesem Schlüsselerlebnis mühelos und ohne fremde Hilfe diesen Text tippen. Was für ein schöner Tag! Eine Frage bleibt: Wie öffnet man diese Eier? Oder wird die Schale irgendwann weich und ich hab alles zu kurz gekocht? Bitte helfen Sie mir.

Das überdies reich bebilderte Rezept findet der geneigte Leser in der unschätzbar wertvollen Datenbank von brigitte.de

Updatehorror 8.0

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Fürs Protokoll: Auf einem nagelneuen Windows-8-Rechner eben 85 Updates eingespielt. 85. Das war nötig, weil das kostenlose Update auf 8.1 nur dann im Appstore angezeigt wird, wenn zuvor zwei spezielle Aktualisierungen integriert wurden. Und natürlich nimmt man dann gleich alle Sicherheitsupdates mit. Und wenn man sich von Windows XP verabschiedet, dannn doch bitte richtig.
Wie auch immer. Ergebnis ist eine verf@&€%e Fehlermeldung, dass beim Download des Updates irgendein verschi**enes Problem aufgetreten ist. Nähere Infos? Ach komm… Das System schweigt. 5 Stunden für den A*%}>

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Flugbewegung

Der Flugverkehr über Großbritannien und dem restlichen Europa, wie sieht der eigentlich aus? Im Zeitraffer ziemlich cool: 30.000 Flugbewegungen in zwei Minuten können sehr beeindruckend aussehen. Und wenn man sich die dünnen, blauen leuchtenden Linien so anschaut, löst das besonderen Respekt für Fluglotsen aus.

Das Video ist eine Animation des britischen Unternehmens NATS, das den Luftraum über der Insel mit koordiniert. Der Film zeigt, was im Luftraum über Europa los war an einem ganz normalen Tag im Juli. Das Video ist 1440 mal schneller als Echtzeit – die blauen Linien, die wir dort sehen, das sind 25 Millionen echte Seemeilen zurückgelegte Distanz.

Guten Flug.

Special-Effects im Zeitraffer

Oscars-Verleihung in Los Angeles. Ist ja ganz nett. Kaum etwas macht aber die Entwicklung der Kino- und Film-Technik deutlicher als der Vergleich von Visual-Effects-Szenen im Verlauf der Jahrzehnte. Hier gibt es einen Zusammenschnitt aller ausgezeichneten Produktionen seit 1977. Während vor 30 Jahren Schauspieler noch mit großen Plastikkugeln hadern oder in Gummi-Körper greifen mussten, müssen sie sich jetzt mit grünen Leinwänden arrangieren, in die jegliche Effekte hineingebaut werden.
Unabhängig davon bieten die folgenden gut 4 Minuten jede Menge Gelegenheiten für wehmütige Erkenntnisse aus der Rubrik “was, so lang ist das schon her?”.

Und um noch mal zu verdeutlichen, wie der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Effekttechnik ist, hier noch mal ein paar Eindrücke von den Dreharbeiten zum großen Gatsby, zusammengestellt vom Visual-Effects-Chef des Films, Chris Godfrey.