Grundkontakt von oben

In der Nacht soll der nächste Versuch starten, das gigantische Containerschiff freizuschleppen, das auf der Elbe vor Hamburg am Rande der Fahrrinne auf Grund festgelaufen ist. Das Hochwasser soll besonders hoch auflaufen, jede Menge Schweröl ist von Bord gepumpt worden – die „Indian Ocean“ ist so leicht wie schon lange nicht mehr. Viel Erfolg jedenfalls.
Und wie es so weit kommen konnte, das zeigt dieser Zeitraffer-Screenshot-Video, für das die Schiffspositionen von vesseltracker.com abgegriffen wurden.

Es gibt auch eine Live-Web-Cam, die den Container-Frachter in der Elne zeigen soll. Allerdings ist die elbdeichcam.de gerade überlastet.

Foto-Quelle: Havarie der CSCL Indian Ocean auf der Unterelbe bei Lühesand am 3. Februar 2016 (Foto vom 5. 2. 2016); Blick vom Lühe-Anleger.  (By Lämpel (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons)

Gepieptes Kran-Unglück

In New York ist gestern ein gigantischer mobiler Kran umgestürzt. Ein Mann ist dabei gestorben, was tragisch ist. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ursache für das Unglück könnte starker Wind gewesen sein.

Wo so viele Menschen auf einem Fleck arbeiten, da ist auch einer dabei, der das filmt. Die NBC hat sich ein Augenzeugen-Video gesichert. Im Hintergrund sind Stimmen zu hören, die unter dem Eindruck des Geschehens Wörter benutzen, die nach US-Standards Internet-Usern und Fernsehzuschauern nicht zugemutet werden können. Es sind wohl recht viele dieser Wörter – jedenfalls besteht das Video eigentlich nur aus Piepen.

Nachrichten-Zusammenfassung der NBC New York

 

Simpsons Wort für Wort

„Wenn Du jedes Mal wütend wirst, wenn ich etwas Blödes mache, dann höre ich eben einfach auf, dauernd etwas Blödes zu machen.“ Es sind Homer-Zitate wie diese, die Simpsons-Episoden zu Klassikern machen. Wie im Falle von Folge 9 aus Staffel 4. Und Screenshots zu jeder Folge der ersten 15 Staffeln gibt es auf der genialen Simpsons-Fan-Seite frinkiac.com. Ein paar Experten haben die Untertitel der Original-Versionen automatisiert ausgewertet und die Zitate den ebenfalls in Szenen-Screenshots zerlegten Bildern zugeordnet. Das Ergebnis ist eine Simpsons-Zitate-Suchmaschine, die zu jedem, aber wirklich jedem Wort aus allen Folgen von 1989 bis 2004 auch noch das dazugehörende Bild ausspuckt.
Das alles ist so umfangreich, dass die Macher empfehlen, nach ganzen Sätzen zu suchen, weil die Suche nach einem einzigen Wort gar nicht mehr alle Treffer auflisten kann. Das ist natürlich etwas schwierig, wenn man nicht gerade Muttersprachler ist, aber für die Suche nach Springfields Radiosender „KBBL“ reichts dann doch für eine nette Trefferliste.

Springfield hört KBBL auf 102.5 FM.
Das KBBL-Gewinner-Telefon ruft bei den Simpsons an.
Screenshot aus einer Simpsonsfolge: Der Radiosender KBBL.
Das äh Funkhaus von KBBL.
Simpsons-Screenshot: Radiomoderatoren im Studio.
Und das sind die Typen, die da moderieren und Geräusche-Knöpfe drücken: Bill und Marty.

Fast eine Milliarde plus

Auf den Tag genau vor zehn Jahren und einem Tag habe ich über eine damals schon beeindruckende Zahl gebloggt. Am 6. Februar 2006 lebten laut einer statistischen Schätzung exakt 6.589.228.520 Menschen gleichzeitig auf diesem geschundenen Planeten. Und jetzt, zehn Jahre später sind es – je nachdem, welche Internetseite man um eine Hochrechnung bittet – fast 7,4 Milliarden Menschen. Und das sind, naja, gut 800 Millionen mehr als noch vor zehn Jahren. Und die Zahl steigt schnell weiter: Allein heute waren es in den ersten zwölf Stunden des Tages 119.000 mehr Menschen. Das ist mehr als Schwerin Einwohner hat.

Screenshot der World-Population-Clock von http://countrymeters.info/en/World: 7.380.649.756 Menschen auf der Erde.
Um 12:21 lebten – dieser Berechnung zufolge – 7.380.649.756 Menschen auf der Erde, jedenfalls ungefähr. Quelle: http://countrymeters.info/en/World

Gleichzeitig sind auch so viele Menschen weltweit auf der Flucht wie noch nie: Fast 60 Millionen, größter Auslöser dafür ist der Krieg in Syrien, wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen vor sieben Monaten meldete. Vor zehn Jahren waren es den Angaben zufolge 39,5 Millionen Flüchtende. Das bedeutet, dass die Zahl von Männern und Frauen auf der Flucht binnen zehn Jahren um etwa 50 Prozent gestiegen ist, während die Weltbevölkerung um etwa 12 Prozent gewachsen ist.
Die Zahl der Weltbevölkerung finde ich beeindruckend, die Zahl der Flüchtlinge erschütternd.
Statistik: Entwicklung der Weltbevölkerungszahl von Christi Geburt bis zum Jahr 2015 (in Milliarden) | Statista

Entwicklung der Weltbevölkerung seit Christi Geburt. Grafik von Statista

Kristall-Torte

Unlängst war ich in der komfortablen Situation, mir süßes Backwerk wünschen zu dürfen. Der in einer Kastenform erhitzte Lohn für geduldiges Betreuen eines Windows-10-Updates. Zum Dank bot mir die Kollegin an, ich dürfte mir Kuchen oder Torte wünschen. Egal, was. Sie würde alles gebacken kriegen. In der mir eigenen (vollkommen sympathisch wirkenden und authentischen) Bescheidenheit fiel mir auf die Schnelle nur Marmor-Kuchen ein. Ich hatte ja keine Ahnung von diesem Ding da:
Foto einer Hochzeitstorte mit Geode-Effekt. Eingebunden von intircateicings.com
Eine Torte in Form einer Geode. Wahrscheinlich ist der Begriff Konditorei für die Werkstatt in Denver, die Torten wie diese anfertigt, schamlos untertrieben, aber dieses Ding flasht jedenfalls das Auge: Ein Kristall aus Kristall-Zucker in wohl allen Aggregatzuständen. Die Amethyst-Torte war jedenfalls für irgendein besonderes Event einer Firma gestaltet worden.
Ich weiß ja nicht, was passiert wäre, wenn ich mir eine Torte wie diese gewünscht hätte. Wäre mein Vorschlag brüsk abgelehnt worden, hätte ich ja mir ja immer noch die hier auf kohlhof.de schon mal erwähnten Planeten wünschen können.
Foto eines Kuchens, der wie der Planet Jupiter aussieht.
via Tyrosize

Alles muss raus

Schlussverkauf beim Bäcker. Statt Brot vom Vortag gibt nun auch Backwerk vom Vorjahr.

Es heißt ja, Christstollen müssen sich richtig ablagern, bevor der Genuss derselben ein wahres Highlight wird. Nun, so gesehen ist dies Christstollen mit fünf, ach, mit sieben, vielleicht sogar zwölf Sternen. In der Bäckereifiliale in Sievershagen jedenfalls haben wir kurz überlegt, ob wir bei diesem Schnäppchen zugreifen. Sind ja sozusagen Einstiegspreise. Um mal diesen legendären Börsenguru zu zitieren: „Haben Sie schon einmal über Weihnachtsstollen nachgedacht?“. Haben wir, aber noch intensiver hat uns die Frage beschäftigt, ob der Ausverkauf bauartbedingt gut abgelagerter Weihnachtsbackwaren tatsächlich die Kategorie „Winterschlussverkauf“ rechtfertigt (was von den Buchstaben des Gesetzes her wohl möglich wäre). Wir sind aber zu dem Schluss gelangt, dass es sich bei diesem WSV wohl nicht um einen Winterschlussverkauf handeln kann, sonder eher um einen Weihnachts-Schlussverkauf.

Kleine Nachtmusik

Adobe knacks Voice im knacks Test

Mit Adobe Voice *knack* kann man animierte *knack* Präsentationen anlegen und *knack* auch was dazu *knack* sagen. Aber ohne *knack* Knacken *knack* hats bei mir *knack* nicht funktioniert.

Gerade habe ich mal Adobe Voice ausprobiert – ein kleines Werkzeug, mit dem man gesprochenes Wort illustrieren kann, um es dann online zu teilen. Die App gabs bislang für Android und fürs iPad. Jetzt gibts Voice auch fürs iPhone.

Mit Voice lassen sich Präsentationen erstellen, für Visual Story Telling. Die Vorgehensweise: Man nimmt Satz für Satz, Folie für Folie auf. Daran kann man sich gewöhnen, auch wenn flüssiges Sprechen dadurch sicherlich etwas erschwert wird.

Mein erster Eindruck von Adobe Voice: Funktioniert gut, ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, wann ich das mal benötigen könnte, aber wer weiß. Getestet habe ich das alles mit einem uralten iPhone 4s. Und zumindest damit gibt es allerdings ein deutlich hörbares Ausschlusskriterium.

Vorteile:

  • intuitive Bedienung
  • Präsentationen sind recht schnell zusammengestellt
  • kostet nix

Nachteile:

  • deutlich hörbare Knackser bei jedem Audio-Schnitt
  • Im Vorschau-Modus Geschwindigkeitsprobleme, dann sind Bild und Ton nicht synchron

via Caschys Blog

 

Geld verdienen mit Primzahlen

Wohooo! Ne neue Primzahl! Und beinahe hätte sie niemand bemerkt. Es gibt ein Projekt, in dessen Rahmen Wissenschaftler mit Computerhilfe neue Primzahlen finden – immer mal wieder. Jetzt gibt es eine neue, das heißt: Man hat eine neue gefunden. Es ist eine Zahl mit gut und gerne 22 Millionen Stellen.

Selbstverständlich wissen Leser von kohlhof.de: Primzahlen sind natürliche Zahlen, die sich nur durch sich selbst und durch 1 teilen lassen- ohne Rest. Das ist bei 2, 3, 5, 7, 11, 13 und so weiter noch vergleichsweise einfach nachvollziehbar. Bei 8191 möchte der durchschnittliche Anwender es dem Entdecker der Primzahl einfach gern glauben, dass man diese Zahl Prim nennen darf.

Inzwischen gibt es eine Art weltweiten Wettbewerb unter Wissenschaftlern, wer die nächste Primzahl entdeckt. Dafür muss man inzwischen echt lange rechnen, beziehungsweise rechnen lassen. Denn der neue Spitzenreiter in der Reihe der nur durch 1 und sich selbst ohne Rest teilbaren Zahlen hat genau 22.338.618 Stellen – man kann sie sich downloaden, die Zip-Datei mit allen Ziffern ist knapp elf Megabyte groß.

Curtis Cooper, dessen Nachname einen unwillkürlich an The Big Bang Theory denken lässt, hat sie gefunden. Und beinahe auch nicht. Denn das Computerprogramm, das er zur Berechnung verwendet hat, war schon im September fündig geworden – aber die E-Mail mit der Benachrichtigung blieb lange unentdeckt (was ich irgendwie putzig finde).

Screenshot vom Google-Rechner mit der Ausgabe "Infinity"
Beim Versuch die neu entdeckte Primzahl zu berechnen, kapituliert der Google-Taschenrechner. Aber immerhin stimmt die Richtung: Die Anzahl der verfügbaren Primzahlen wird als unendlich angenommen.

Bei dieser jetzt bekannt gemachten Entdeckung handelt es sich auch noch um eine besondere Primzahl: Eine, die sich nach der Formel 2P-1 berechnen lässt. Man ist da schon recht weit, hüstel. Im jüngsten Fall ist P gleich 74.207.281. Die neu entdeckte Primzahl berechnet sich also mit „Zwei hoch etwa 74 Millionen minus Eins“. Primzahlen, die auf Grundlage dieser Formel errechnet werden, heißen Mersenne-Primzahlen. Heraus kommt in diesem Fall besagter Zahlenwurm mit 22.338.618 Stellen – in ein frisches Office-Dokument eingefügt und mit einer 12 Punkt großen Schrift wie der Times formatiert, belegt die Primzahl … eine noch nicht feststehende Anzahl von Seiten (mein Computer ist noch beschäftigt) 9308 Seiten.

Cooper hat schon mehrere, sagen wir mal: große Primzahlen entdeckt. Jeder, der eine neue entdeckt, bekommt vom Gimps-Projekt, vom Great Internet Mersenne Prime Search, eine Belohnung von 3000 Dollar, sofern die Zahl einer Überprüfung standhält. Die Software für die Suche kann man sich herunterladen und Teil des weltweiten Rechnernetzes werden. Vielleicht hat man ja Glück, es ist so etwas wie Primzahlen-Lotto. Der Jackpot winkt übrigens bei der ersten Primzahl mit 100 Millionen Stellen oder mehr. Dann gibts 150.000 Dollar. Diese Summe ist zwar keine Primzahl, aber nach Abzug von Steuern kommt vielleicht eine raus…