Fledermäuse

Die folgende Geschichte hat sich wahrhaftig so zugetragen, wie ich sie hier jetzt aufschreibe. Sie handelt von einem mir nahestehenden Ehepaar, dessen Namen hier aus Gründen des Persönlichkeits-Schutzes gern verschwiegen werden sollen. Nur so viel: Ich kenne die beiden seit 1975 recht gut. Schon vor Jahren fielen sie in einem großen Möbelhaus dadurch auf, dass sie mit ihrem eigenen Schuhwerk überprüften, ob denn der schicke weiße Sperrholzschrank mit den Klappfächern groß genug sei für alle möglichen Treter. Wie sich herausstellen sollte, waren die Schubladen für durchschnittliche Lübecker Füße viel zu klein – und das war vom Tischler auch so gewollt. Schließlich spielte sich diese überraschende Szenerie in der Abteilung für Phonomöbel ab – und in CD-Schränke passen nun mal keine Halbschuhe…. Sie finden diese Geschichte gut? Diese hier ist besser.

“Wir hatten Fledermäuse im Schlafzimmer”, berichtete man mir am Telefon und fügte rasch hinzu: “Dachten wir jedenfalls.” „Fledermäuse“ weiterlesen

Massenkarambolage

Auf der Autobahn 19 bei Rostock hat es heute einen besonders schweren Unfall gegeben. Dabei sollen mindestens 5 Menschen gestorben sein. Ein erstes Bild von der Unfallstelle auf ndr.de zeigt Feuerwehrleute zwischen ausgebrannten Wracks von Lastwagen und PKW. Noch ist vieles unklar. Nach ersten Informationen von NDR1 Radio MV sollen in die Massenkarambolage bei Kavelstorf bis zu 50 Autos verwickelt sein. Es sei durchaus möglich, dass es zehn oder sogar 20 Schwerverletzte gegeben haben könnte. Gerade eben habe ich die mobile Einsatzleitstelle des Katastrophenschutzes Richtung Autobahn ausrücken sehen. Ich selbst kam von der A20, habe also den Unfall nicht gesehen. Allerdings habe ich einen Rettungshubschrauber beobachtet, der aus Richtung A19 kam und im Südstadtklinikum landete.

Zusammenstöße habe es in beide Fahrtrichtungen gegeben. Über die Unfallursache ist noch nichts bekannt. Allerdings hieß es, möglicherweise habe der Sturm, der gerade über Mecklenburg-Vorpommern hinwegfegt, von den trockenen, noch unbestellten Äckern sehr viel Sand aufgewirbelt. In einer besonders dichten Sandwolke könnten die Autofahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren haben. Das ist gut möglich. Auch über die Autobahn 20 in Höhe Bad Doberan ist eine grau-rot-braune Sand-Wolke hinweggezogen – so in etwa wie eine gigantische Rauchwolke. Die Sandkörner prasselten auf den Lack, als würde man Reiskörner aufs Dach schütten. Das gleiche Schauspiel gab es dann noch einmal auf dem Autobahnzubringer zur Südstadt in Höhe Ziesendorf.

Grafische Aufbereitung

Hier mal ein Link-Hinweis: Man muss nicht immer lange Sätze schreiben, um zu einem Thema eine Meinung zu äußern. Manchmal reicht auch ein Tortendiagramm.

Grafik vom Graphitti-Blog
Gesellschaftskritik als Tortendiagramm: Beispielbild aus dem graphitti-blog. Grafik: graphitti-blog.de

Und davon gibt es im graphitti-blog reichlich, auch wenn das alles mit Graffitti nun wirklich gar nichts zu tun hat. Seit Juli erscheinen dort jedenfalls immer wieder Visualisierungen von weltbewegenden oder zuweilen auch vollkommen irrelevanten Themen. Viele davon sind doch recht witzig. Eines haben alle gemeinsam: Sie haben keine belastbare Zahlen-Grundlage, sondern spielen vielmehr ironisierend mit Vorurteilen und/oder persönlichen Erfahrungen.

Sondersendung

Erst Libyen, dann Japan, jetzt Knut. Dauernd müssen Fernsehsender in jüngster Zeit ihre Programme ändern, weil die schlechten Nachrichten einfach kein Ende nehmen wollen. Jetzt hat es sogar den RBB getroffen: Weil Knut plötzlich und unerwartet gestorben ist, läuft gerade zur Erinnerung an den bekanntesten Eisbären der Welt eine 90-Minuten-Doku “Verrückt nach Knut – ein Eisbär erobert die Welt.” Auch n-tv scheint seine Planung über den Haufen geworfen zu haben: Anstelle der oft üblichen Dokumentation über große Bagger läuft ein Film über fiese Wellen…

Facebook-Fasten

Jawoll, ich bin dabei – oder vielmehr: Ich bin nicht dabei. Seit einer Woche habe war ich nicht auf Facebook. Zugegeben, das ist eine besonders einfache Art des Fastens, aber ich will es einfach mal ausprobieren. Wie oft schaut man doch bei Facebook rein in der Hoffnung, irgendwas Relevantes zu erfahren…. und dann: nichts. Lustiges? Ja. Zerstreuung, nun gut. Gesichter von Freunden und Bekannten sehen? Ja, nicht schlecht. Aber es gibt auch Mail, SMS und Telefon, mal ganz zu schweigen vom Mittagstisch in der Kantine. Ich werde also 7 Wochen ohne Facebook auskommen – mit einer Einschränkung: Alle kohlhof.de-Beiträge werden auch weiterhin dort automatisiert in meinem Profil angezeigt.

Bislang fehlt mir nichts.

Abgefahrene Abfahrt

Eine wahnsinns-Abfahrt per Mountainbike quer durch die chilenische Stadt Valparaiso

Und hier noch ein Verkehrshinweis: Die Innenstadt von Valparaiso ist wegen eines Radrennens für Wahnsinnge für alle anderen gesperrt, bitte umfahren Sie den Berg weiträumig.


Ach ja, die Chilenen… ;-) Aber treten muss man bei dieser abgefahrenen Abfahrt wenigstens nicht.

Cebit-Highlights

Was 1987 Stand der Technik auf der Cebit war.

Jedes Jahr, wenn die Cebit beginnt, hat dieser Film in Blogs und in Video-Portalen Hochkonjunktur:

Die Highlights der Computermesse 1987. Je älter das Video wird, um so besser wird es. In diesem Jahr war es unter anderem einer der fleißigsten Blogger überhaupt, der den Film aus der Versenkung geholt hat: Caschy. Heute beginnt die Cebit in Hannover – ich schneide mal die Berichte im Fernsehen mit, dann können wir uns in 24 Jahren darüber herzlich amüsieren… auf dem Holodeck.

Explosionsartig

Fotos mit allen Details: Todd McLellan nimmt Alltagsgegenstände auseinander, legt alles nebeneinander und fotografiert das dann.

Aus wievielen Einzelteilen besteht eigentlich so ein alter Radiowecker mit umklappenden Stunden- und Minutenplättchen? Wenn Sie zur Beantwortung dieser Frage bitte selbst nachzählen wollen…:

Bestandteile eines Radioweckers
Packungsinhalt: ein Radiowecker. Fotograf Todd McLellan hat Alltagsgegenstände tagelang auseinandergenommen - und dann abgelichtet. Foto: Todd McLellan

Ja, sie haben Recht: Auch wenn alles ordentlich nebeneinander liegt, wird diesen Radiowecker so schnell niemand wieder zusammenbauen. Warum auch… Das Ding ist jetzt Teil einer beachtenswerten Fotoserie. Der Fotograf Todd McLellan hat sich die Mühe gemacht, das Radio in seine Bestandteile zu zerlegen. Er hat nicht nur bloß alle Einzelteile fotografiert, sondern sie außerdem auch noch für weitere Bilder in mehreren Ebenen arrangiert, so dass es aussieht, als würden die Gegenstände gerade in diesem Moment explosionsartig auseinanderfliegen.

Das macht man nicht an einem Nachmittag. Todd McLellan schrieb mir, dass das Auseinandernehmen, Arrangieren und Fotografieren gut und gern 3 Tage dauert. Diese Mühe lohnt sich. Auf seiner Homepage zeigt Todd McLellan außerdem ein Zeitraffervideo, wie der Radiowecker in seine Bestandteile zerlegt wird.

Skizze eines Motors
Einfach zusammenstecken. Skizze eines Oldtimer-Motors

Ingenieure und Konstrukteure fertigen ja gern von vielen Produkten Explosionszeichnungen an. Das sind oft großformatige Skizzen, auf denen jedes Bauteil zu sehen ist und wo es hingehört. An diese Explosionszeichnungen erinnert Tod McLellans Fotoserie. Weitere sehenswerte Bilder zeigen unter anderem eine zerpflückte Schreibmaschine, eine Uhr und einen Rasenmäher.

Witz-Plagiate

Jede Menge Zu-Guttenberg-Witze (selbstverständlich alle geklaut) – welcher gefällt Ihnen am besten. Um Ergänzungen wird, gern auch ohne Quellenangabe, gebeten.

An dieser Stelle zitiere ich mich gern mal selbst (und verzichte dabei auf eine Fußnote, wie es inzwischen gesellschaftsfähig zu sein scheint):

“Zu Guttenberg,…
…um wahr zu sein”

Der Bundesverteidigungsminister scheint ja seit gestern zu glauben und hoffen, dass es mit ein paar wohlfeilen Worten im Bundestag ausgestanden ist mit dieser hässlichen Plagiatssache, den zahlreichen Textstellen, die er in seiner Doktorarbeit nicht als Zitate gekennzeichnet und mit Quellenhinweisen versehen hat, nach dem schrittweisen Eingeständnis, dass nicht die Vorwürfe gegen ihn “abstrus” seien, sondern dass er vielmehr “Blödsinn” geschrieben habe – nach all dem also sind inzwischen jede Menge Guttenberg-Witze zusammengekommen. Bei Facebook haben einige Mitglieder inzwischen die Guttenberg-Woche ausgerufen: Es geht darum, irgendeine Statusmeldung einfach zu kopieren und selbst zu posten – ohne Quellenangabe natürlich.

Und die gesammelten Witze stelle ich jetzt hier – selbst-ver-ständ-lich, und ich betone selbst-ver-ständ-lich – ohne Quellenangabe mal zur Abstimmung. Handwerkliche Fehler bitte ich zu entschuldigen. Sie sind bestimmt sowieso nciht von mir. Also: Klicken Sie mit, sie dürfen auch gern mehrfach abstimmen. Wird schon niemand merken. Außerdem machen das ja alle so. Erst recht ja wohl Familienväter…

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Wenn Sie noch einen ganz tollen Witz finden, dann kopieren Sie ihn gern hier unten rein.