Nutzloser Schaum

Das nutzloseste Ding, das man in einem Supermarkt kaufen kann ist: Milchschaum aus der Sprühdose. Sieht aus wie ne Flasche mit sprühfertiger Sahne, ist aber für die Verwendung mit koffeinierten Heißgetränken gedacht.

Und die weiße Creme, die man aus der senkrecht über der Tasse zu haltenden Düse in die dampfende Suppe drückt, schmeckt original nach nichts. Sie ist zudem kalt, obwohl die Dose gar nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden soll. Und der geschmack- und farblose, kühle Pamps löst sich dann auch noch in Windeseile in Nichts auf und hinterlässt keinen einzigen positiven Eindruck.

Dafür zahlt man knapp 2 Euro für Nichts gewissermaßen. Wenigstens zum Bloggen taugt das Zeug…

N, P, K, D, M, C, H, S, E

Es folgt eine dieser Hardware-Anschließen-Hotline-Anrufen-
Mistfinken-Frust-Geschichten.

Der Notebookbesitzer N hat sich beim Internetprovider P eine Telefon- und Internetflatrate bestellt. Der Firmenname von P ergibt, mathematisch interpretiert, die Summe 2. Um diese Flatrate zu nutzen, muss hypermoderne Hardware installiert werden, die P umgehend und vertragsgemäß N zugeschickt hat.

N hat in Computerangelegenheiten wenig Praxis und entschließt sich, externen Sachverstand hinzuzuziehen. Mit der Aufgabe, DSL-Modem, Splitter, ISDN-Anschluss und Computer zu einem funktionierenen Ganzen zu verbinden, wird der Rundfunkreporter K beauftragt. K reist in Begleitung der liebreizenden M an.

K hat in den vergangenen Jahren schon oft Aufgaben dieses Ausmaßes erledigt. Bedienungs- und Installationsanleitungen hat er dabei oft nur geringe Beachtung geschenkt, weil mit den Jahren eben gewisse Handgriffe und Abläufe einfach sitzen.

Weil es in diesem Fall aber auch um den guten Ruf des K geht, entschließt er sich, die reichlich und bunt bebilderte beigelegte Anleitung sklavisch zu befolgen. K stöpselt weisungsgemäß hier und steckt untertänigst da, juckelt daran und fummelt dort bis alles so aussieht wie auf Bild Nummer 6 von Installationskapitel 1. Eben an jener Stelle steht auch, dass nun die DSL-Leuchte D dauerhaft leuchten soll. Bis es soweit ist könne es aber ein paar Minuten dauern.

Auch nach zehn Minuten leuchtet D nicht mal matt. K kommt zu dem Schluss, dass der Fehler wohl auf der Anwenderseite liegen muss, und entspöpselt und entsteckt reumütig sämtliche Leitungen zwischen Splitter, Modem, ISDN-Adapter und Telefon. N gibt derweil pflichtschuldig gutgemeinte aber vollkommen nutzlose Tipps aufs Geratewohl.

K hat derweil wieder auf dem Boden kriechend Strippen gezogen und blickt gebannt auf die D, die aber nicht leuchtet. Ks Blick fällt auf den Hinweis in der Bedienungsanleitung, in dem P Hilfe durch seine Hotline H anbietet, die man unter einer 0900er-Nummer zum Preis von 0 bis 24 Cent pro Minute, nutzen darf, wie es heißt.

K stößt die üblichen Verwünschungen über digitales Raubrittertum und Online-Wegelagerei aus und wird von der Computerstimme C bei H begrüßt. C will alles ganz genau wissen: Kundennummer, Anschlussart, Tarif, Art des Problems, Art der Fragestellung und so weiter. K sagt betont deutlich Ziffern, artikuliert “D-S-L”, “Flatrate”, “Freischaltung” und “Hilfe” in die Muschel und fügt zwischendurch immer ein “Ja” ein, weil C freundlich sämtliche Antworten noch einmal wiederholt und wissen will, ob denn alles richtig verstanden wurde. Nachdem K sich knapp 3 Minuten lang durch H gehangelt hat, entgegnet C, dass K leider “außerhalb unserer Geschäftszeiten” anruft. K stößt wüste Flüche aus. Während C besorgt nachfragt, dass die letzte Angabe leider nicht verstanden… legt K wütend auf.

K fühlt sich in jeder Hinsicht in seiner Telefonhotlineabscheu T bestätigt und beschließt kühn, es nun auf seine Art zu versuchen mit der Computer-Frickelei. Er überspringt zwei Kapitel in der Installationsanleitung und verbindet Modem und Computer per Netzwerkkabel. Er trägt den beigelegten Sicherheitscode in ein Web-Interface des Modems ein – eine, zwei, drei Sekunden später leuchtet D dauerhaft. N staunt, M macht Mittag, K kommt zu folgendem Fazit:

P liefert eine grob falsche Installationsanleitung, deren Tücken Laien wohl nie umschifft hätten und ist zudem nicht in der Lage, oder wohl eher nicht gewillt, an Sonntagen einen Hinweis in der Hotline abzupielen, der gleich zu Beginn signalisiert, dass gerade niemand erreichbar sei.

K zählt 1 und 1 zusammen und denkt inzwischen über eine geschliffene E-Mail E nach, in der er P mitteilen wird, dass P eine eine einzige Saubande S bildet, die ihn gefälligst mal am Gesäß A lecken darf.

Ei im Filter

Die gute Nachricht des Tages ist folgende und gleichzeitig das Rezept des Tages: Eier kann man auch mit ner Kaffee-Maschine kochen! Das ist der Beweis:

Ei Kaffeemaschine

Ein Ei in der Filtertüte, eine volle Kanne Wasser, anschalten…

Ei, butterweich

Ergebnis: Ein Ei, weich, perfekt.

Kaffeemaschinen erhitzen das Wasser im Idealfall auf 92 Grad Celsius. Das reicht aus, um Eiweiß-Moleküle gerinnen zu lassen. Und es reicht auch, dass das heiße Wasser an der Schale des Hühnereis entlangplätschert. Wenn das Wasser für zehn Tassen durchgelaufen ist, ist das Hühnerei im Filter butterweich.

Gesehen in irgendeiner Fernsehsendung (mit der Empfehlung “So kann man auch mal im Büro ein Ei zubereiten”), im Internet nachgelesen und ausprobiert.

Betriebswirt TCM

Heute habe ich es erfahren: Die Kaffee-Kette Tchibo verkauft nun nicht nur Fleece-Puschen und Massagebürsten, sondern auch einen Fernstudiengang in Betriebswirtschaftslehre. Hmm, was bekommt man denn da für einen Abschluss? MBA? Ach nein! Wohl eher: Betriebswirt TCM.

Viel Glück!

Zeitvertreib für zwischendurch:

Sreenshot Kleeblattspiel

Mit der Maus durch den frischen Klee wuscheln. Das ist auf dieser ansonsten komplett koreanischen Seite zu tun. Wer sieben vierblättrige Stängel findet, ist ein toller Typ.

Gefunden hier.

Lebende Lebensmittel

Reisen in andere Winkel der Welt erweitern zwangsläufig den eigenen Horizont – auch wenn der Besuch in fernen Erdteilen manchmal extreme Anforderungen an die eigene Höflichkeit stellt. So ist Gastfreundschaft grundsätzlich ja eine sehr angenehme Sache – und wenn man dann noch eingeladen wird zu einem landestypischen Essen, da will man ja nicht Nein sagen. Was allerdings einem Schulfreund in Südkorea widerfahren ist, das lässt manchen schaudern. Er hat es aber tapfer durchgezogen, wie er am Wochenende beim Bier detailreich zu berichten wusste.

Auf Südkoreas Speiseplänen stehen demnach auch immer wieder Teller mit lebendem Meeresgetier, das dann zuweilen auch noch orientierungslos auf dem Porzellan herumkriecht, zuckt und wimmelt. Die Gastgeber des jungen Mannes schoben den Teller mit den lebenden Lebensmitteln gönnerhaft und aufmunternd in seine Richtung. Dort schlangen sich Tentakel, Fühler und Würmer angesichts andauernder Atmennot zusehend matter umeinander. “Als sich das Gewimmel etwas beruhigt hatte, griff ich dann auch zu”, wurde uns berichtet – wir konnten es schon jetzt kaum glauben. “Man empfahl mir Tintenfischarme.”

Unwillkürlich kamen uns klingonische Delikatessen aus dem Startrek-Universum in den Sinn. Tintenfisch also. Roh, noch mit einem Hauch Leben enthalten. “Man riet mir, die Dinger gut zu kauen.” – “Aha, warum?” – “Naja, wenn die nämlich noch leben und man schluckt die dann, dann kann es sein, dass sie sich in der Speiseröhre festsaugen. Und dann besteht Erstickungsgefahr.” Er sagte das, als sei das selbstverständlich.

Für einen Moment herrschte Ruhe am Tisch. Ein Gedankengewitter setzte ein. Ich wollte mir gar nicht ausmalen, wie es wäre, wenn Broccoli-Röschen, die ich soeben verdrückt hatte, eine ähnliche Gefahr bedeuten würden: “Und dann hat sich der grüne Stumpf in meiner Zunge festgebissen”… Nein, halt, wohl eher so: “Un fann haff fich fer früne Fumpff in meiner Funge fefftfebiffn.”

Oder wie es wäre, wenn wir nahezu täglich in der Zeitung lesen müssten, dass Notärzte einen Restaurantgast nicht mehr retten konnten, in dessen Magen sich Spaghetti zu einer unheilvollen Kugel zusammengerottet hatten.

Und wie ist wohl Südkoreanern zumute, die hierzulande mit einem wundervollen Haufen Labskaus beköstigt werden, oder mit Kutteln? Es ist also wie immer alles eine Frage der Perspektive und der Herkunft. Grundsätzlich – und das ist die Lehre aus diesem sensationellen Südkorea-Bericht – muss man wohl als Gast zuweilen auch in den sprichwörtlichen sauren Apfel beißen. Oder ihn zumindest probieren. So viel Höflichkeit muss sein.

Wikipedia weiß allerhand zum Thema Ekel und Nahrungsaufnahme.

Weniger ist mehr

So etwas hatte ich mir schon gedacht: Sie müssen diese Fragen stellen! Sie sind verpflichtet zu nerven und ihrer Kundschaft so richtig auf den Geist zu gehen. Es ist aber alles noch viel schlimmer. „Weniger ist mehr“ weiterlesen

Entschuldigung, Herr R.!

Verehrter Herr R.!

Aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, verschluckt meine Spam-Kontrolle in jüngster Zeit ihre sinnvollen Ergänzungen und Anmerkungen zu meinen Beiträgen. Ich bedauere das zutiefst und entschuldige mich dafür. Leider weiß ich im Moment noch keine Lösung, wie ich diesen Fehler beheben kann und hoffe deshalb weiterhin darauf, dass Sie durch ihre Kommentare diese Internetseite bereichern (auch wenn das zunächst niemand zu lesen bekommt). Ich werde mir weiterhin gern die Mühe machen, ihre Bemerkungen aus einem Wust von Viagra-Casino-Nutten-Müll herauszufiltern.

Abschließend verbleibe ich mit freundlichem Gruß,

Ihr

Christian Kohlhof

PS: Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist daher ohne Unterschrift gültig.

Koffein-Frechheit

Beschlossen und verkündet: Ich mache diese Kaffee-Pad-Sache nicht mehr mit. Ich steige aus. Ohne mich! Im Büro haben wir diese neumodische Kaffeemaschine mit einem winzigen Wassertank und dem Loch für kreisrunde Kaffee-Filtertütchen, in denen das schwarze Pulver schon enthalten ist. Auf Knopfdruck und wundersame Weise presst die Maschine dann warmes Wasser durch dieses eingepferchte Kaffeepölsterchen.

Heraus kommt dabei eine braune, blubberne Plörre, die vom Geschmack an Kalkreiniger mit Pfeffer erinnert. Auch die vom Hersteller angepriesene Crema, die angeblich fluffig auf dem Gebräu als goldbrauner Schaum schwappen und damit italienisches Lebensgefühl vermitteln soll, entpuppt sich nach kurzer Wartezeit als lustloser Algenschaumteppichverschnitt, dessen matt schillernde Blasen schon bald lustlos verpuffen ohne dass sie jemand vermisst.

Für diese Koffein-Frechheit zahlt man auch noch viel Geld pro Pad und muss dauernd neues Wasser für den Tank holen. Es ist eine Seuche. Es ist fürchterlich. Eine Zumutung. Ich suche mir jetzt einen anderen Trunk. So. Bäh.

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Diverse Kaffee-Pads an Unbedarfte gegen Höchstgebot und Abholung abzugeben. Geeignet für alle gängigen Kaffeepad- und Espresso-Siebträger-Maschinen. Wenden Sie sich vertrauensvoll an den Verfasser