Gondel mit Aussicht

Ausblick vom Riesenrad in Kühlungsborn

Aus knapp 40 Metern Höhe auf die Ostsee kucken – damit wirbt derzeit Kühlungsborn. Auf dem Baltic-Platz im Ortsteil West steht ein Riesenrad mit 29 Gondeln. Für 5 Euro kann man zehn Minuten über der Promenade rotieren. Der Blick reichte am Pfingst-Sonntag bis weit in die Wismarbucht hinein. Das Sonnenwetter war schon gut, die Sicht allerdings nicht allerbestens. Bei idealen Bedingungen soll sich sogar die dänische Küste abzeichnen, auch Fehmarn soll sichtbar werden, heißt es auf der Internetseite zum Riesenrad. Aber auch so ist der Blick auf das blaue Wasser, die weißen Boote und das bunte Treiben am Strand beeindruckend.
Das Riesenrad ist ganz in Weiß gehalten und wohl die Luxusversion im Vergleich zu betagten Jahrmarkts-Riesenrädern. So sind die Gondeln klimatisiert. Außerdem gibt es eine schwarze Kabine mit getönten Scheiben, die man zum VIP-Tarif buchen kann. Für 75 Euro für vier Personen darf man länger drin bleiben, bekommt ein Glas Champagner serviert, sitzt über einem Glasboden und hat auch noch einen DVD-Player an Bord. Welchen tieferen Sinn aber Unterhaltungselektronik an Bord einer Aussichtsgondel hat, ist mir jedenfalls noch nicht ganz klar.”

Falsh geshrieben

Kirsche ohne C auf einem Werbeschild

Ohne Worte… bzw.: Ohne C. Auf der anderen Seite dieses Werbeschildes in Kühlungsborn war das Obst richtig geschrieben. Aber bitte, wir wollen die Kirshe im Dorf lassen, schließlich heißt das angepriesene leuchtend rot-blaue Getränk ja auch Slush…

Was ist das bloß für eine Welt?

Jetzt gibts plötzlich beim Bäcker keine Milch mehr? “Ausm Sortiment genommmmm”, war die lapidare Antwort des Verkäufers, ja, Verkäufers in der Filiale um die Ecke. Keine Fruchtmilchflaschen mehr. Ist die steigende Milchnachfrage aus China inzwischen so groß, dass es nicht mal mehr reicht, mir morgens ne Fruchtmilch zu verkaufen?

Aber Bockwürste verkaufen sie fröhlich weiter beim Bäcker. Solln die Chinesen doch die importieren. Was ist bloß los? Ich bin entsetzt!

Heidis Schergen

Gerade eben durfte ich die Top-Model-Show mit Heidi Klum verfolgen. Nett, nett. Aber die Musik, die im Hintergrund läuft, wenn die Jury den Mädchen mitteilt, wer eine Runde weiter ist, könnte bei unbedarftem Nebenbei-Sehen zu unheilvollen Missverständnissen führen: “Was läuft da noch gleich?” Da dröhnen Contrabass und Celli, brummeln Pauken und düstere Percussion… übertrieben dramatisch.

Das würde – rein theoretisch – vom Klang her auch zu einer Sonntag-Abend-Doku von Guido Knopp taugen: “Nazi-Schergen in Farbe” oder so. Alte Menschen sitzen vor grauen Pappwänden und erzählen, wie schlimm das damals alles war. Im Hintergrund dröhnen Contrabass und Celli, brummeln Pauken und düstere Percussion. Dazwischen dann wackelige Schwarzweiß-Filmchen von der Front.

Bei der Model-Show ist das ähnlich. Nur da sitzen junge Mädchen vor weinroten Papptafeln und sagen, wie schlimm gerade alles war – auch, dass man vielleicht mal ganz dringend auf Klo musste. Und dann diese entsetzlichen Kunstpausen, bei denen die Kamera wahlweise auf dem Gesicht von Heidi Klum oder der gerade vorgeführten Delinquentin ruht. Das ist nun wieder entsetzlich und wirkt bemüht gestreckt. Klar ist das spannend, aber muss man den gleich so in die akustische Mottentrickkiste greifen?

Nicht finden kann sich lohnen

“Diese Seite kann nicht gefunden werden” – wie langweilig, diese Fehlermeldung, wenn irgendwo eine Internetseite nicht auffindbar ist. Fehler404 ist die Nummer dieses Klassikers aus der Reihe der HTTP-Statuscodes. Manchmal machen sich die Webmaster aber auch ein paar Gedanken, wie man diese langweilge Meldung etwas aufpeppen kann. Zum Beispiel durch einen depdressiven Webserver, der den Besucher zuschwallert. Dies ist allerings keine Idee der verlinkten Seite, sondern ein Script, das frei im Netz verfügbar ist. Nun ja. Hauptsache lustig. Auch etwas nicht zu finden kann sich lohnen, wenn man stattdessen das findet…

Fehler 404 auf nachtboard.de

404-Fehler-Seite: Depressiver Webserver

Illusorisch gepinselt

Wand-Illusion

Sieht aus wie mit dem Computer nachträglich ins Bild kopiert, ist aber ein Kunstwerk, bei dem es auf die Perspektive ankommt.

Das sind doch mal Blickfänger: Die Kunstwerke des in der Schweiz geborenen Künstlers Felice Varini. Mathematische Formen und Figuren malt er auf Wände, Pfeiler, Türen, Fußböden und anderes. Aber eben nicht auf einem Stück, sondern in verschiedenen Abständen und auch mit den entsprechenden Verzerrungen. Aus dem richtigen – und einzig passenden – Blickwinkel betrachtet, ergibt sich trotzdem eine vollkommene Form. So wie bei den gelben Kreisen und Punkten auf dem Bild oben. Mehr Bilder gibt es auf der oben verlinkten Internetseite des Malers.

Deflation auf hohem Niveau

Zunächst die gute Nachricht: Die Preise für Erdbeertörtchen sind gefallen, gleichzeitig ist die Zahl der Erdbeerstückchen pro Törtchen gestiegen (wenn man mal bei einer anderen Bäckerei als bei der Martführerin in den Tresen schaut). Die schlechte Nachricht. Die Preise sind nach Auffassung von Otto-Normal-Kunden immer noch unverschämt hoch:

Erdbeertörtchen für 2,50

Preisschild plus Törtchen. Nicht nur der Marktführer, auch die Mitbewerber kennen knackige Preise. Immerhin gibt es hier für 2,50 € mehr als eine Erdbeere pro Törtchen.

Auch bloß ‘n Schiff

Aidabella läuft zum ersten Mal Warnemünde an

Einlauf mit festlicher Begleitung. Die Aidabella lief am 21. April zum ersten Mal Warnemünde an. Hier soll das Schiff am Mittwoch getauft werden. Fotos: Christian Kohlhof

Große Aufregung in Warnemünde. Die Reederei Aida-Cruises hat ihr neuestes Kreuzfahrtschiff zum Liegeplatz 7 gebracht. Es soll übermorgen an Liegeplatz 8 getauft werden. Am Kreuzfahrtterminal war deshalb zum Auftakt der Saison schon heute so viel los wie sonst nur bei Drei- und Vierfachanläufen. Immerhin gabs ne Gelegenheit, an Bord Fotos zu machen. „Auch bloß ‘n Schiff“ weiterlesen