Zweiter Platz für kohlhof.de

Wer zu einem Poetry-Slam geht, darf alles erwarten, sollte aber auch mit allem rechnen. So ein Poetry-Slam, das ist ein Autoren-Wettstreit vor Publikum. Jeder, der will, setzt sich auf eine Bühne, trägt was vor und am Ende stimmen die Zuhörer ab, wer die besten Texte geschrieben hat. Gestern Abend war das Publikum im Ursprung in Rostock der Meinung, dass auch auf kohlhof.de ganz gute Texte zu finden sind. Ich habe beim Poetry-Slam der Rostocker Kulturwoche den zweiten Platz belegt.
Sieger wurde ein junger Mann, der geniale Gedichte vorgetragen hat. Besonders bemerkenswert: Ein Text bestand nur aus Satz- und Sonderzeichen auf der Computertastatur. So in etwa: “Komma, komma Tilde, mal mal Anführungszeichen…” Das Werk passt nach Angaben des Verfassers auf zwei Druckzeilen. Er hat versprochen, mir eine Kopie zu mailen.
Der dritte Platz ging an einen noch viel jüngeren Mann, der ein kurzes Liebeskummer-Gedicht vortrug – aus dem Gedächtnis. Letzte Strophe sinngemäß: “Wenn ich dann in die Augen eines anderen Mädchens blicke, dann werde ich für einen kurzen Moment bemerken, dass ich Dich vergessen hab.” Dabei kippte fast seine Stimme – und wohl wegen dieser Authentizität wählten ihn die über 120 Zuhörer auf Platz drei.
Ich habe keine Gedichte vorgetragen, sondern drei Glossen von dieser Seite. Und zwar “Botschaft von Piefke“, “Humorlose Feuerwehr” und “Fremdgegessen“.
Weitere Texte dieser Art findet man hier, wenn man oben in der Tag-Wolke auf Begriffe wie “glosse” oder “skurril“.
Vielen Dank allen Wählern, die mir mit ihrer Stimme nicht nur eine schicke Urkunde, sondern auch ein Büchlein von Molière beschert haben.

Optik automatisch

WordPress heißt die Software, mit deren Hilfe auch diese Internetseite auf dem Server erstellt wird. Die Blog-Software ist weit verbreitet, viele Internetseiten sehen sich deshalb ähnlich. Wer seinem Blog ein ganz persönliches Aussehen verpassen will, muss die Themes bearbeiten. Für gewöhnlich nimmt man sich dazu ein bereits vorhandenes als Vorlage und schraubt so lange am Code rum, bis was “Eigenes” entstanden ist. Eine Vorlage mit den nötigen Grund-Einstellungen liefert aber auch der WordPress-Theme-Generator. Auf der Internetseite kann man die nötigen Einstellungen vornehmen und dann die Vorlage speichern. So lässt sich die Optik automatisch erstellen. Ich habs nicht ausführlich getestet, das wirkt auch noch etwas holperig. Als Grundlage und für Ahnungslose aber bestimmt ein hilfreicher Schritt von vielen beim Einstieg ins Design der eigenen WordPress-Seite.

Ächz, jammer, stöhn

Wie kann es eigentlich angehen, dass man im linken Oberschenkel, hinten, Muskelkater hat, nachdem man am Abend vorher als Rechtshänder Bowling gespielt hat?

Maler-Arbeiten

Juchei, es ist wieder Handwerker-Tag! Nachdem in der vergangenen Woche unter großen Mühen Gipsplatten in meinen Dachflächen-Fenster-Höhlen montiert wurden, ist heute nun also der Maler dran, um das alles zu vertuschen. Für 7:30 Uhr war sein Erscheinen angedroht, als er um 8:30 Uhr immer noch nicht da war, habe ich mal bei der Bauleitung nachgefragt. Kurz vor 9 Uhr klopfte es dann (und er ist nicht der einzige Handwerker, der an die Tür klopft. Das haben bisher alle getan. Warum benutzen Handwerker nicht die Klingel?!). Es folgte das übliche Handwerker-Oha-mhmm-mannomann-ob-das-so-geht beim Begutachten der zu erneuernden Decken- und Wandflächen.
Es müssen nunmehr die Tapeten von der Decke heruntergerissen werden, um sie durch neue zu ersetzen. “Und Streichen machen wir dann morgen”, sagte er mir, als sei das selbstverständlich. Warum klopfen Handwerker nicht nur, statt zu klingeln, sondern vor allem: warum denken sie immer, man habe jeden Tag für sie Zeit? Ich habe für den Besuch heute schon eine Pressekonferenz in Berlin sausen lassen, muss mich um andere Themen per Telefon kümmern. Morgen habe ich Termine, und zwar nicht in meiner Wohnung. Und warum sagt einem die Bauleitung, dass die Malerarbeiten an einem Tag zu erledigen wären, wenn der Maler dann gleich zur Begrüßung sagt, dass das nicht geht.
Ich habe Zeit, darüber nachzudenken. Denn während ich dies hier tippe, bin ich wieder allein. Mein Besucher hat genau drei Fetzen Rauhfaser von der Decke gekratzt und ist dann wortlos gegangen. Mal sehen, wann er wiederkommt.

Schiefer Countdown

Also, das ist mal schräg:

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Gefunden habe ich dieses… Ding im Blog von Herrn Nilzenburger. “Bloggen für den Weltfrieden” nennt er seine Internetseite. Was dieses Bootleg, das niemand haben will, mit der Förderung des Weltfriedens zu tun haben könnte, weiß man nicht. Es passt aber zum teuflischen Plan, eine Liste grausamster Cover-Versionen zusammenzutragen. Der Mann ist übrigens vom Fach, was Musik angeht. Nils Bokelberg heißt er, in dern 90ern war er Moderator bei Viva.

Soziale Lesezeichen

“Social Bookmarking” nennt sich dieser Trend: User speichern Lesezeichen online, haben sie dadurch immer greifbar und können auch sehen, wie viele andere Nutzer ähnliche Links gespeichert haben. Das ist sozial, das ist toll, das ist freakig – trotzdem gibt es das jetzt auf kohlhof.de. Unter jedem Beitrag finden sich kleine quadratische Kästchen, die man anklickt um den jeweiligen Beitrag – einen Account beim Bookmarkdienst vorrausgesetzt – zu speichern.

Kaffee und Kuchen ganz oben

Es sollte ein tolles Ostergeschenk sein: “Kaffee und Kuchen ganz oben” hatte ich oben links auf ein weißes Blatt Papier gedruckt – als kleines Rätsel. Zum Schlemmen im höchsten Café des Landes wollte ich einladen und durch meine polyglotte, weltgewandte Weitsicht, meinen Geschmack und durch mein dickes Portemonnaie überzeugen. Nun denn. Der Plan ging nicht auf.
[mygal=skybar]
Das Ziel: Das Café Panorama, im 19.Stock und damit 64 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Es liegt somit ganz oben im 5-Sterne-Haus “Hotel Neptun” in Warnemünde. Anfang des Jahres ist das Haus renoviert worden. Alles ist jetzt noch schicker als vorher, verspricht das Hotel.
Was wir hätten wissen können und müssen, ist, dass jeden Sonntag Tanztee über den Wolken ist. Ein Mädchen im Pailletten-Kleid und drei Herren in weißen Sakkos musizierten auf der Bühne – man coverte Schlager und ließ die Gäste schwofen.
Das Café wirkte an diesem sonnigen Nachmittag sehr hell und freundlich. Lichtdurchflutet passt hier wirklich mal. Cremefarbene Ledersessel stehen dicht an dicht um alte Tische, denen man ihr Alter aber nicht ansieht, weil cremefarbene Tischdecken bis zum Boden hängen.
Die Preise sind saftig: Eine Tasse Milchcafé kostet 4 Euro, auch ein Stück Torte ist in der Regel so teuer. Die Backwaren werden mit einem Tortenwagen durchs Etablissement kutschiert. Damit tut man dem Backwerk keinen Gefallen. Die Mohn-Mango-Torte wirkte doch etwas trocken und so, als habe sie heute schon zig Meter über den Wolken zurückgelegt. Dass die Plexiglastüren des Wägelchens auch mal offen stehen bleiben, ist der Frische von Torten und Kuchen auch nicht gerade zuträglich.
Auch das Servieren müssen die Damen unterm Hoteldach noch mal üben. Servietten landeten -schwungvoll ausgelegt – halb auf dem Kuchenteller. Die Tasse Milchcafé wurde einfach links daneben abgestellt.
Die Bestellung wurde auf einem in der Mitte durchgerissenen Zettelchen notiert und auf den Tisch gelegt. Elegant ist anders, erst recht in einem Fünf-Sterne-Laden.
Aber die Aussicht – die entschädigt ja für manches. Sensationell. Da war dann die Musik auch schon wieder egal. Ich will hier nicht über die Musikrichtung herziehen – schließlich fanden sich meistens genug Leute, die zu Andrea-Berg- und Flippers-Covern schwoften. Es hatte aber den Anschein, als kämen die Musiker aus fernen Landen. Dementsprechend zurückhaltend war die Interpretation, der Text kaum zu verstehen (in etwa so wie in Mr.-Bean-Sketchen, wenn im Hintergrund Ansprachen oder so zu hören sind. Das ist auch eine Art Fantasie-Sprache, und so klang der Gesang).
Man merkt also: Die Kuchenauswahl ist sehr verlockend (von Erdbeer bis Trüffel ist vieles dabei), so richtig begeistert hat trotzdem nur die Aussicht. Vielleicht sollte man am Sonntag dort nur hingehen, wenn man Tanztee mag. Vielleicht ist es dort an anderen Tagen ja ganz anders. Wir werden es bei Gelegenheit ausprobieren.
So konnte und musste ich wie geplant durch mein dickes Portemonnaie überzeugen, die Weitsicht beschränkte sich aufs Panorama (Tanztee hatte ich schlicht vorab für unmöglich gehalten), und weltgewandt war das alles auch nicht, sondern…irgendwie einfach nur schade, dass wir einen schlechten Tag erwischt hatten.

Was mein Handy alles gesehen hat

Der Speicherchip in meinem Handy ist voll. Um dort Platz zu machen, habe ich alles per Backup auf meinen Rechner verschoben. Und das ist die Gelegenheit, hier mal wieder eine Galerie zu präsentieren mit einigen Fotos aus den vergangenen Monaten (genauer: aus dem vergangenen Jahr – ja, so aktuell ist das hier), die es aus diversen Gründen (keine Zeit, keine Lust, miese Qualität) nicht geschafft haben, Teil dieses wundervollen Blogs zu werden. So, hier ist nun also deren zweite Chance:

[mygal=hochladen]